Warum haben wir plötzlich Heißhunger?
Wer kennt das nicht – gerade war man noch satt, und im nächsten Moment überkommt einen das Verlangen nach etwas zu essen. Verantwortlich dafür ist oft ein kleines Hormon mit großer Wirkung: Ghrelin. Es wird im Magen produziert und gilt als das sogenannte „Hungerhormon“.
Ghrelin sendet Signale ans Gehirn, vor allem an den Hypothalamus, der für die Regulation von Hunger und Sättigung zuständig ist. Steigt der Ghrelinspiegel, meldet der Körper: „Es ist Zeit zu essen!“ Doch Ghrelin tut mehr, als nur den Appetit anzukurbeln. Es beeinflusst auch, wie unser Körper Fett speichert – besonders wenn wir zu wenig schlafen oder unter Stress stehen, kann der Spiegel ansteigen.
Interessant ist, dass Ghrelin nicht nur vor den Hauptmahlzeiten ansteigt, sondern auch bei unregelmäßigen Essenszeiten oder Diäten stark schwanken kann. Dann wird der Heißhunger fast übermächtig. Im Gegensatz dazu sorgt das Hormon Leptin, das in der Regel nach dem Essen freigesetzt wird, für das Sättigungsgefühl. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, genügend Schlaf und Bewegung hilft, diese Hormone im Gleichgewicht zu halten.
Statt gegen den Hunger anzukämpfen, lohnt es sich, ihn besser zu verstehen. Denn wer weiß, warum der Magen knurrt, kann bewusster darauf reagieren – und vielleicht statt zum Snack zum Apfel greifen.
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