Deutschland hat eine der höchsten Promillegrenzen in Europa

In Sachen Promillegrenze nimmt Deutschland innerhalb Europas eine auffällige Position ein. Mit erlaubten 0,5 Promille liegt das Land deutlich strenger als beispielsweise das Vereinigte Königreich, das mit 0,8 Promille die höchste Grenze des Kontinents hat. Doch im Vergleich zur restlichen EU gehört Deutschland dennoch zu den Ländern mit relativ großzügigen Regeln am Steuer.

Während Länder wie Schweden, Polen oder Frankreich bereits ab 0,2 oder 0,3 Promille strenge Strafen verhängen – teilweise sogar bei 0,0 Promille, besonders für junge oder Berufsfahrer – zeigt sich die deutsche Haltung als moderat tolerant. Dennoch können bereits ab 0,3 Promille Ansätze von Fahruntüchtigkeit nachgewiesen werden, weshalb die 0,5-Grenze durchaus kritisch betrachtet wird.

Interessant ist dabei auch der Blick auf die Bußgataloge: Laut einer Auswertung gehören einige europäische Länder zu den günstigsten, wenn es um Geldstrafen bei Trunkenheit am Steuer geht. Doch niedrige Geldbußen bedeuten nicht zwangsläufig mehr Freiheit – viele dieser Staaten setzen stattdessen auf Fahrverbote oder andere Sanktionen.

Deutschland rangiert damit im europäischen Mittelfeld, sowohl bei der gesetzlichen Grenze als auch bei der Härte der Strafen. Dennoch bleibt die Botschaft klar: Auch bei 0,5 Promille steigt das Unfallrisiko deutlich. Die eigene Sicherheit und die anderer geht dabei immer vor – egal, was die Gesetze erlauben.

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