Welches Tier schläft am längsten?

Wenn es um ausgiebigen Schlaf geht, ist der Koala unschlagbar. Der niedliche Beuteltier-Mensch aus Australien verbringt bis zu 22 Stunden pro Tag damit, zu dösen oder tief und fest zu schlafen. Damit hält er klar den Rekord unter den Säugetieren.

Die Erklärung liegt in seiner Ernährung: Koalas fressen fast ausschließlich Eukalyptusblätter. Diese sind nicht nur giftig für die meisten Tiere, sondern auch sehr nährstoffarm. Der aufwendige Verdauungsprozess zieht viel Energie – und deshalb braucht der Koala so viel Ruhe. Schlaf ist hier echte Überlebensstrategie.

Im Gegensatz dazu steht der afrikanische Elefant. Er kommt in freier Wildbahn mit gerade einmal drei bis vier Stunden Schlaf pro Tag aus. Als Fluchttier muss er stets wachsam bleiben, gleichzeitig braucht er viel Zeit, um genug Nahrung zu finden – bis zu 150 Kilogramm Pflanzen am Tag.

Interessant ist, dass die Schlafdauer bei Tieren stark von Lebensweise, Größe und Ernährung abhängt. Während Fledermäuse bis zu 20 Stunden ruhen, schlafen Raubtiere wie Löwen oft 15 bis 18 Stunden – besonders, wenn sie gut gefressen haben.

Der Koala bleibt aber der unangefochtene Schlafkönig. Wer einmal sieht, wie er da oben im Baum kuschelt, versteht: Das ist kein Faulenzer, das ist ein Profi im Energiesparen.

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