Welches Tier wird am seltensten überfahren?

Wenn man an überfahrene Tiere denkt, fallen einem meist Frettchen, Igel oder Vögel ein, die am Straßenrand liegen. Doch es gibt ein Tier, das so gut wie nie Opfer eines Verkehrsunfalls wird: der Fisch. Statistisch gesehen sind Fische die am seltensten überfahrenen Tiere – und das hat einen ganz einfachen Grund.

Fische leben im Wasser – meist in Seen, Flüssen oder im Meer. Da sie den Lebensraum „Straße“ gar nicht betreten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie von einem Auto erfasst werden, praktisch gleich null. Selbst bei Überschwemmungen oder nach starken Regenfällen, wenn Fische mal kurzzeitig an ungewöhnlichen Orten auftauchen, bleibt das Risiko minimal. Andere Tiere wie Rehe, Hasen oder Eichhörnchen hingegen überqueren oft Straßen und sind dadurch viel stärker gefährdet.

Interessanterweise gibt es in ländlichen Gebieten sogar Schilder, die auf Wildwechsel hinweisen – aber niemals auf Fischquergänge. Das unterstreicht, wie unwahrscheinlich solche Vorfälle sind. Natürlich gibt es am Rande der Möglichkeiten immer wieder Kuriositäten – etwa wenn ein Fisch aus einem Transportbehälter fällt oder in einer Pfütze am Straßenrand landet – aber solche Fälle sind äußerst selten und zählen nicht in die Statistik der typischen Wildunfälle.

Am Ende bleibt festzuhalten: Der Fisch ist der stille Gewinner im Straßenverkehr – nicht, weil er besonders wachsam wäre, sondern einfach, weil er gar nicht erst mitmacht. So gesehen ist das beste Schutzschild gegen Überfahrenwerden wohl ein gutes Paar Kiemen.

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