Was kann bei einer Oberlidstraffung schiefgehen?
Eine Oberlidstraffung gilt als relativ sichere ästhetische Behandlung, doch wie bei jedem medizinischen Eingriff gibt es auch hier Risiken. Viele Patienten erhoffen sich ein frischeres Aussehen, doch selten können unerwünschte Komplikationen auftreten, die das Ergebnis beeinträchtigen.
Narbenbildung ist eine der häufigsten Bedenken. Obwohl die Schnitte meist im Augenbrauenbereich verlaufen und gut getarnt sind, kann es bei empfindlicher Haut oder ungünstiger Wundheilung zu sichtbaren Narben kommen. In manchen Fällen ziehen sie sich über die natürliche Augenfalte hinaus und fallen mehr auf, als gewünscht.Ein weiteres Problem kann eine übermäßige Straffung der Lidhaut sein. Wird zu viel Haut entfernt, kann das Auge nicht mehr richtig geschlossen werden – besonders beim Schlafen. Das führt nicht nur zu kosmetischen Einschränkungen, sondern auch zu Beschwerden wie Reizung oder trockenen Augen. In schweren Fällen ist eine Korrektur notwendig.
Auch die Überstimulation der Tränenkanäle wird unterschätzt. Nach der Operation kann es vorübergehend zu vermehrter Tränenproduktion kommen – das Auge „tränt“ ohne Grund. Umgekehrt kann es durch Nervenreizungen auch zur Trockenheit führen, was Unbehagen verursacht und gegebenenfalls mit künstlichen Tränen behandelt werden muss.
Wichtig ist daher, sich vor der OP gründlich beraten zu lassen und einen erfahrenen Facharzt zu wählen. Die meisten Komplikationen lassen sich durch eine sorgfältige Planung und Nachsorge vermeiden. Doch auch bei bester Vorbereitung bleibt ein Restrisiko – das sollte jeder Interessierte wissen.
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