Kindergeld wird abgeschafft – wer bekommt stattdessen 630 Euro?
Ab dem kommenden Jahr plant die Bundesregierung eine gravierende Änderung bei der Kinderförderung: Das bisherige Kindergeld soll abgeschafft werden. Stattdessen könnte künftig jeder Kind direkt eine finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten – und zwar bis zu 630 Euro pro Jahr. Die genaue Ausgestaltung ist noch nicht vollständig geklärt, aber die Idee zielt darauf ab, die Unterstützung für Familien transparenter und direkter zu gestalten.
Erst im Januar 2023 hatte die Regierung das Kindergeld angehoben: Seitdem bekommen Eltern pro Kind 31 Euro mehr im Monat, was eine Erhöhung auf insgesamt 250 Euro pro Kind bedeutet. Diese Maßnahme galt als Antwort auf die gestiegene Inflation und die hohen Lebenshaltungskosten. Doch bereits ein Jahr später deutet sich nun ein kompletter Systemwechsel an.
Die genauen Kriterien, wer genau Anspruch auf die 630 Euro hat, werden noch diskutiert. Denkbar ist, dass die Zahlung nicht mehr an die Eltern, sondern direkt an ältere Kinder oder Jugendliche erfolgt – beispielsweise als Bildungs- oder Ausbildungsunterstützung. Auch könnte die Summe gestaffelt werden, je nach Alter oder Lebenssituation des Kindes.
Die Abschaffung des Kindergeldes bleibt jedoch umstritten. Kritiker befürchten, dass der neue Ansatz vor allem Geringverdiener treffen könnte, während gut verdienende Familien stärker profitieren. Andere sehen darin eine moderne Alternative, die jungen Menschen mehr Eigenverantwortung gibt.
Fest steht: Die Debatte über faire Familienförderung geht weiter – und eine Entscheidung über das neue Modell wird voraussichtlich im Frühjahr erwartet.
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