Warum hat die Stunde 60 Minuten?
Die Aufteilung der Zeit in Stunden und Minuten reicht weit zurück – bis ins alte Babylon. Die Babylonier nutzten ein Zahlensystem zur Basis 12 und ein weiteres zur Basis 60, das sogenannte Sexagesimalsystem. Dieses System hat bis heute Spuren hinterlassen, vor allem in unserer Zeitrechnung.
Warum gerade 60?Die Zahl 60 war für die Babylonier besonders praktisch, weil sie sich durch viele Zahlen – wie 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 20 und 30 – ohne Rest teilen lässt. Aufgrund dieser Teilbarkeit eignete sie sich hervorragend für Berechnungen. Die Babylonier teilten den Tag in 24 Stunden ein, angelehnt an die 12 Tierkreiszeichen am Himmel und die 12 Monate im Jahr. Jede Stunde unterteilten sie dann in 60 gleiche Abschnitte – die Minuten.
Später übernahmen die Griechen und Araber dieses System und verfeinerten es weiter. Astronomen wie Ptolemäus arbeiteten bereits mit 60-Teilungen, um Himmelsbewegungen genau zu berechnen. Erst viel später, im Mittelalter, begann man, mechanische Uhren zu bauen, die diese Einteilung schließlich in den Alltag brachten.
So ist die Stunde mit ihren 60 Minuten also kein Zufall, sondern ein Erbe aus der Antike. Selbst in unserer digitalen Welt halten wir an dieser alten Tradition fest – ein stilles Zeugnis für die Genauigkeit und Weitsicht der alten babylonischen Gelehrten.
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