Wer gilt im steuerlichen Sinne als ansässiger Ausländer in den USA?

Wenn Sie aus Deutschland in die USA kommen und dort arbeiten oder leben, stellt sich oft die Frage: Bin ich steuerlich gesehen ein ansässiger Ausländer? Die Antwort lautet: Ja – unter bestimmten Voraussetzungen. Das Internal Revenue Service (IRS) unterscheidet zwischen ansässigen und nicht ansässigen Ausländern, und diese Unterscheidung ist entscheidend für Ihre Steuerpflichten.

Ansässige Ausländer sind Personen, die entweder die Green Card besitzen oder die sogenannte „Substantial Presence Test“ erfüllen. Das bedeutet: Wenn Sie in einem Kalenderjahr eine Green Card erhalten haben, gelten Sie ab diesem Zeitpunkt als steuerlich ansässig – unabhängig von Ihrer Staatsangehörigkeit. Gleiches gilt, wenn Sie über mehrere Jahre hinweg regelmäßig in den USA sind. Der Substantial Presence Test prüft, wie viele Tage Sie in den letzten drei Jahren in den USA verbracht haben. Liegen die Tagezahlen über einer bestimmten Grenze, gelten Sie als steuerlich ansässig.

Warum ist das wichtig? Weil ansässige Ausländer in der Regel genauso besteuert werden wie US-Bürger – das heißt: auf ihr weltweites Einkommen. Das kann Auswirkungen auf Gehälter, Kapitalerträge oder Mieteinnahmen auch aus Deutschland haben.

Die Regelungen stammen aus Topic 851 des IRS und sind Teil des US-Steuerrechts. Es lohnt sich daher, die eigene Situation genau zu prüfen – besonders, wenn man zwischen den USA und Deutschland pendelt. Falsche Annahmen können zu unerwarteten Steuerbescheiden führen.

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