Können sich Akkus erholen?
Ja, bestimmte Akkus können sich unter bestimmten Bedingungen teilweise „erholen“, besonders wenn es um den sogenannten Batterieträgheitseffekt geht. Dieses Phänomen tritt vor allem bei älteren Typen wie Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) auf. Dabei speichert der Akku weniger Kapazität, als er eigentlich könnte – nicht weil er defekt ist, sondern weil sich das Aktivmaterial in der Batterie überlagert hat.
Durch gezielte Regeneration lässt sich dieser Effekt oft umkehren. Der Schlüssel liegt in einer gezielten Tiefenentladung, gefolgt von einer vollständigen Aufladung. Man entlädt den Akku dazu bis zur sogenannten Entladeschlussspannung – also bis er fast leer ist – und lädt ihn danach komplett wieder auf. Dieser Zyklus wird mehrfach wiederholt, um das Aktivmaterial im Inneren der Zelle wieder gleichmäßig zu verteilen.
Wichtig ist: Diese Methode funktioniert nicht bei allen Akku-Typen. Bei modernen Lithium-Ionen-Akkus etwa kann eine Tiefenentladung sogar Schäden verursachen. Aber bei älteren Technologien wie NiMH kann diese Art der Wiederbelebung durchaus helfen, die Leistung zu verbessern und die Lebensdauer zu verlängern.
Allerdings sollte man nicht jede Batterie „regenerieren“ wollen. Wenn ein Akku stark altert oder beschädigt ist, bringt auch das wiederholte Be- und Entladen kaum Verbesserung. Doch bei regelmäßiger Nutzung und gelegentlicher Pflege durch gezielte Ladezyklen hält man viele NiMH-Akkus deutlich länger fit.
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