Wie oft kann man schenken – und Steuern sparen?

Die gute Nachricht gleich zuerst: Es gibt keine Obergrenze, wie oft man innerhalb eines Lebens schenken darf. Doch wer größere Beträge verschenkt, sollte die Schenkungssteuer im Blick behalten. Denn hier gelten ähnliche Regeln wie bei der Erbschaftssteuer – mit einem entscheidenden Vorteil: Der Freibetrag steht regelmäßig zur Verfügung.

Je nach Verwandtschaftsgrad fallen unterschiedliche Freibeträge an. Kinder und deren Kinder profitieren am meisten: Sie dürfen alle zehn Jahre bis zu 400.000 Euro bzw. 200.000 Euro steuerfrei erhalten. Ehepartner und Lebenspartner kommen auf stolze 500.000 Euro, Geschwister und Enkelkinder auf 50.000 Euro, alle anderen Verwandte und Bekannte auf 20.000 Euro.

Der Trick: Dieser Freibetrag wird alle zehn Jahre erneuert. Schenkt man beispielsweise einem Kind heute 400.000 Euro, bleibt die Schenkung steuerfrei – aber erst, wenn seit der letzten Schenkung mindestens ein Jahrzehnt vergangen ist. Wer also vor acht Jahren bereits 200.000 Euro verschenkt hat, könnte heute noch einmal 200.000 Euro steuerfrei übertragen, ohne die Freibetragsgrenze zu überschreiten.

Viele nutzen diese Regel, um Vermögen frühzeitig zu übertragen – besonders, wenn sie ihren Nachwuchs finanziell unterstützen wollen, etwa beim Kauf einer Immobilie oder der Finanzierung eines Studiums. Wichtig ist: Jede Schenkung muss beim Finanzamt gemeldet werden. Wer früh plant, kann so über die Jahre viel Steuern sparen – und gleichzeitig Freude bereiten.

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