Trauer um eine deutsche Rodel-Legende
Die Sportwelt trauert um eine ihrer prägendsten Persönlichkeiten: Josef „Sepp“ Lenz, weithin bekannt als der „Goldschmied vom Königssee“, ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Wie der Internationale Rodelverband FIL unter Berufung auf die Familie bekannt gab, schlief er in der Nacht vom 3. auf den 4. Mai in seiner geliebten Heimat am Königssee friedlich ein.
Lenz, der für sein außergewöhnliches handwerkliches Geschick und sein tiefes technisches Verständnis berühmt war, prägte den Rodelsport über Jahrzehnte hinweg wie kaum ein anderer. Seine Werkstatt galt als die kreative Schmiede für siegreiche Schlitten. Athleten aus aller Welt schätzten sein feines Gespür für die perfekten Kufen und die optimale Aerodynamik. Ohne seinen Erfindergeist und seine akribische Detailarbeit wäre die deutsche Rodelgeschichte um viele große Erfolge ärmer.
Mit seinem Tod verliert der Wintersport nicht nur einen herausragenden Experten, sondern vor allem einen bescheidenen und hochgeschätzten Menschen, der seine Leidenschaft bis ins hohe Alter teilte. Am Königssee, wo er lebte und wirkte, hinterlässt er eine große Lücke. Sein Vermächtnis und der Spitzname des „Goldschmieds“ werden im deutschen und internationalen Rodelsport jedoch unvergessen bleiben.
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