Viren entfernen durch Werksreset: Reicht das Ausführen der Werkseinstellungen?

Wenn ein Computer, Smartphone oder Tablet plötzlich merkwürdig reagiert, verlangsamt ist oder unerwünschte Werbung anzeigt, liegt häufig ein Schadprogramm vor. In solchen Fällen fragen sich viele Betroffene, ob das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen ausreicht, um Viren und Malware vollständig zu entfernen. Die kurze Antwort lautet: In den allermeisten Fällen ja.

Beim Wiederherstellen der Werkseinstellungen wird der Speicher des Geräts komplett bereinigt. Das Betriebssystem wird in seinen ursprünglichen Zustand versetzt, wodurch sämtliche nachträglich installierten Apps, Dateien und somit auch Schadprogramme wirksam gelöscht werden. Diese Methode funktioniert nicht nur bei Laptops oder Smartphones, sondern lässt sich ebenso auf Smart-TVs, WLAN-Router oder Netzdrucker anwenden, die ebenfalls Ziel von Cyberangriffen werden können.

Dennoch gibt es seltene Ausnahmen. Extrem hartnäckige Schadsoftware, wie etwa spezielle Firmware-Malware oder Rootkits, kann sich in tieferen Systemebenen einnisten und selbst einen normalen Reset überstehen. Zudem sollten Betroffene vor dem Zurücksetzen bedenken, dass persönliche Daten verloren gehen. Ein sauberes Backup – das im Idealfall vor der Infektion erstellt wurde – ist daher unerlässlich. Wer sein Gerät nach dem Reset neu einrichtet, sofort ein starkes Passwort vergibt und Sicherheitsupdates installiert, ist wieder bestens geschützt.

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