Boreout im Job: Wenn Unterforderung zur Belastung wird
Dauerhafte Unterforderung am Arbeitsplatz ist ein oft unterschätztes Phänomen, das ebenso belastend sein kann wie Überlastung. Das sogenannte Boreout-Syndrom entwickelt sich meist schrittweise und schleichend, wenn der berufliche Alltag weder herausfordert noch Erfüllung bietet.
Ein erstes deutliches Signal für diesen Abwärtstrend ist ein schleichender Verlust des Interesses an den eigenen Aufgaben. Wer sich im Job dauerhaft langweilt, sucht automatisch nach Ablenkung: Private Aktivitäten, soziale Medien oder allgemeiner Leerlauf nehmen während der Arbeitszeit immer mehr Raum ein. Obwohl Betroffene nach außen hin oft beschäftigt wirken, sinkt die tatsächliche Arbeitsleistung drastisch.
Dieses ständige Vortäuschen von Arbeit erzeugt auf Dauer massiven Stress. Es entstehen Frustration, chronische Erschöpfung und Schuldgefühle, da die Betroffenen genau wissen, dass sie ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Wer Anzeichen von Boreout bei sich bemerkt, sollte frühzeitig gegensteuern, das Gespräch mit Führungskräften suchen oder gezielt nach neuen beruflichen Perspektiven Ausschau halten.
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