Verstopfte Ohren: Was hilft wirklich?

Ein verstopftes Ohr kann lästig sein – als würde man unter Wasser laufen. Oft ist es nur ein vorübergehendes Gefühl, verursacht durch Schmalz, veränderten Luftdruck oder einfach zu lange Kopfhörer-Nutzung. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich das Problem zu Hause mild und sanft lösen.

Wärme kann hier Wunder wirken. Ein warmer Umschlag, vorsichtig auf das betroffene Ohr gelegt, lockert die Verspannung im Umfeld und kann die Durchblutung anregen. Noch effektiver ist oft eine warme Dusche. Der aufsteigende Dampf dringt sanft in den Gehörgang ein, löst eventuell festsitzenden Ohrenschmalz und befreit so das Ohr. Wichtig: Die Dusche sollte mindestens fünf bis zehn Minuten dauern, damit die Wirkung richtig entfalten kann.

Vermeiden Sie hingegen Wattestäbchen – sie schieben den Schmalz meist nur weiter nach innen und können das Problem verschlimmern. Auch Druckunterschiede, etwa nach einem Flug, lassen sich oft durch einfaches Kauen, Gähnen oder die Valsalva-Methode (Nase zuhalten und sanft ausatmen) lösen.

Sollte das Gefühl der Verstopfung länger als ein paar Tage anhalten oder von Schmerzen, Schwindel oder Hörverlust begleitet sein, ist ein Besuch beim HNO-Arzt ratsam. Doch in den meisten Fällen reicht etwas Geduld – und die wohltuende Wärme einer langen Dusche.

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