Was bedeutet „Coup“ – und wie nutzt man das Wort richtig?

Der Begriff Coup stammt aus dem Französischen und bedeutet wörtlich „Schlag“ oder „Stoß“. Im Deutschen wird er allerdings meist im übertragenen Sinn verwendet – oft für etwas besonders Gelungenes oder Überraschendes. So kann ein theatralischer Coup beispielsweise eine dramatische Wendung auf der Bühne beschreiben, die das Publikum begeistert. Der Anfang der Aufführung war dann tatsächlich ein großer Theatercoup – unerwartet, packend und voller Spannung.

Doch nicht nur in der Kunst ist das Wort verbreitet. Im Journalismus oder im Geschäftsleben spricht man von einem großen Coup, wenn jemand etwas Außergewöhnliches erreicht – etwa, wenn ein kleines Team einen prestigeträchtigen Auftrag gewinnt. Der Ring etwa hat laut Medienberichten einen der erfolgreichsten Coups des letzten Jahrzehnts gelandet, was viele überraschte.

Manchmal führt die Vielseitigkeit des Wortes aber auch zu Missverständnissen. Wer zum ersten Mal vom „Coup“ hört, könnte – wie in der Frage beschrieben – an einen Militärputsch denken. Schließlich ist „Coup d’État“ im politischen Kontext durchaus gängig. Doch im Alltag meint „Coup“ selten etwas Illegales, sondern vielmehr eine kluge, manchmal raffinierte Aktion – wie ein geschickter Textzug beim Schreiben, der einen fulminanten Effekt erzielt.

Ob im Theater, in der Politik oder im Beruf: Ein Coup ist immer ein Moment, der aus dem Rahmen fällt – positiv, negativ, aber niemals langweilig.

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