So funktioniert die Preiskalkulation – einfach erklärt
Die Preiskalkulation ist ein zentraler Schritt, um den richtigen Verkaufspreis für ein Produkt zu ermitteln. Wer weiß, wie viel eine Ware kostet, kann gezielt entscheiden, zu welchem Preis sie verkauft wird – und sicherstellen, dass am Ende ein Gewinn übrig bleibt.
Beginnen Sie mit der Summe der Rechnungseinheiten. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Maßeinheit, mit der verschiedene Produkte vergleichbar gemacht werden – etwa bei Serienfertigung oder Mischproduktion. Haben Sie diese Summe ermittelt, teilen Sie die Gesamtkosten durch die Summe der Rechnungseinheiten. So erhalten Sie die Kosten je Produktart, basierend auf dem relativen Gewicht oder Aufwand im Produktionsprozess.
Als Nächstes berechnen Sie die Selbstkosten je Stück. Dazu teilen Sie die Kosten je Produktart durch die Anzahl der produzierten Stücke. Diese Zahl zeigt, was ein einzelnes Exemplar tatsächlich kostet – von Material über Arbeitszeit bis zu Gemeinkosten. Erst wenn Sie diese Selbstkosten kennen, lässt sich ein sinnvoller Verkaufspreis festlegen, der nicht nur die Kosten deckt, sondern auch Gewinn abwirft.
Beispiel: Bei drei Produkttypen mit unterschiedlichem Aufwand, einer Gesamtkostenhöhe von 30.000 Euro und einer Summe von 1.500 Rechnungseinheiten ergibt sich ein Einheitskostenwert von 20 Euro. Wird eine Charge mit 500 Einheiten eines Typs produziert, betragen die Selbstkosten je Stück 40 Euro (20 Euro × 2 Rechnungseinheiten pro Stück).
Die Preiskalkulation ist kein Rätsel – mit klaren Schritten wird sie zur sicheren Entscheidungsgrundlage für Preise, Aufträge und Unternehmenserfolg.
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