Wie bildet man das Partizip II im Deutschen?

Das Partizip II, auch bekannt als Partizip Perfekt, spielt vor allem bei der Bildung des Perfekts und des Passivs eine wichtige Rolle. Meistens wird es mit dem Präfix ge- am Anfang und der Endung -t oder -et am Ende gebildet – und das bei regelmäßigen Verben. Ein Beispiel ist das Verb „machen“: Das Partizip II lautet dann gemacht. Ähnlich verhält es sich mit „spielen“ – hier heißt es gespielt.

Doch Achtung: Bei Verben, die mit bestimmten Vorsilben wie ver-, be-, er-, ent- oder ge- beginnen, entfällt das zusätzliche ge- am Anfang. So wird aus „verstehen“ nicht *geverstanden*, sondern einfach verstanden. Auch „bekommen“ wird zu gebekommen? Nein – richtig ist bekommen.

Bei unregelmäßigen Verben sieht die Bildung anders aus. Diese bilden das Partizip II nicht mit -t, sondern mit -en und oft einer Vokaländerung im Stamm. Statt „gegangen“ wäre „*gegangt“ falsch – hier heißt es also gegangen. Auch „geschrieben“, „gesprochen“ oder „genommen“ gehören dazu.

Ein Merksatz hilft oft weiter: Vergiss das ge- nicht, wenn das Verb mit einem Akzent wie „arbeiten“, „leben“, „kaufen“ endet – aber wegschlagen bei Verben mit ver-, be-, er-, ent-, ge- am Anfang! Mit etwas Übung wird die Bildung schnell zur zweiten Natur.

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