Wie bildet man das Plusquamperfekt im Passiv?
Das Plusquamperfekt im Passiv wird verwendet, um eine Handlung zu beschreiben, die vor einer anderen Vergangenheitsaktion abgeschlossen war. Es klingt kompliziert, ist aber im Aufbau eigentlich ganz einfach. Statt wie im Aktiv das Hilfsverb haben zu nutzen, braucht man im Passiv das Präteritum des Verbs sein – also war oder waren – kombiniert mit dem Partizip Perfekt des Vollverbs und dem Wort worden.
Ein Beispiel: Statt „Ich hatte das Buch gelesen“ (Aktiv) sagt man im Passiv: „Das Buch war gelesen worden“. Hier ist „war“ das Präteritum von „sein“, „gelesen“ das Partizip Perfekt und „worden“ die Passivform, die für die Vergangenheitsform im Passiv steht.
Die Struktur lautet also: war/waren + Partizip Perfekt + worden. Das funktioniert bei allen starken und schwachen Verben gleich. „Der Brief war geschrieben worden“, „Die Türen waren geöffnet worden“ – so klingt die korrekte Form im Satz.
Wichtig ist, dass man im Deutschen im Passiv fast ausschließlich das Präteritum von „sein“ verwendet, besonders in schriftlichen oder formellen Texten. Umgangssprachlich hört man manchmal „war geworden“, das ist aber nicht korrekt. Richtig ist immer: „war geschrieben worden“, niemals „war geschrieben geworden“.
Das Plusquamperfekt Passiv begegnet uns vor allem in Erzählungen, Berichten oder Geschichtstexten – immer dann, wenn eine frühere Handlung aus der Vergangenheit beschrieben wird, die bereits abgeschlossen war, als etwas anderes geschah. Mit der klaren Struktur lässt es sich leicht anwenden, sobald man die Einzelteile kennt.
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