Wie Kreuzfahrtschiffe mit Abwasser umgehen

Die Frage, was mit dem Abwasser an Bord von Kreuzfahrtschiffen geschieht, beschäftigt immer mehr Reisende – und Anwohner an Flüssen wie der Donau. Die Antwort liegt in modernen Kläranlagen an Bord oder in speziellen Fäkalientanks, die bis zur nächsten Entlademöglichkeit halten.

Die meisten größeren Schiffe heute sind mit sogenannten Abwasserreinigungssystemen ausgestattet, die Fäkalien und Abwasser aufbereiten, bevor sie ins Meer oder in Flüsse gelangen. Diese Anlagen entsprechen strengen Umweltvorschriften und arbeiten ähnlich wie Kläranlagen an Land – nur in kleinerem Maßstab.

Doch nicht alle Schiffe verfügen über diese Technik. Bei kleineren oder älteren Booten, besonders auf Binnengewässern wie der Donau, werden die Hinterlassenschaften in Fäkalientanks gesammelt und erst an dafür vorgesehenen Häfen entleert. Doch hier tauchen immer wieder Probleme auf: Berichte zeigen, dass Tanks teilweise illegal in Flüsse entleert werden, was für Umweltschützer ein großes Anliegen ist.

Bereits im Jahr 2022 wurde bekannt, dass einige Kreuzfahrtschiffe in der Donau Fäkalien abgelassen haben, was Proteste von Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen auslöste. Die Donau fließt durch mehrere Länder, weshalb solche Vorfälle nicht nur lokal, sondern international für Sorge sorgen.

Experten fordern deshalb strengere Kontrollen und bessere Infrastruktur in Häfen, um eine saubere Entsorgung sicherzustellen. Denn saubere Gewässer beginnen mit verantwortungsvollem Handeln – auch auf hoher See oder mitten auf dem Fluss.

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