Wann schreibt man Adjektive groß?
Im Deutschen schreiben wir Adjektive normalerweise klein. Doch es gibt eine wichtige Ausnahme: Wenn ein Adjektiv wie ein Substantiv gebraucht wird, wird es großgeschrieben. Das passiert zum Beispiel, wenn es nach Wörtern wie alles, genug, nichts oder allerlei steht.
Beispiele: „Ich habe alles Gute dabei.“ oder „Sie aß nur noch Warme zum Frühstück.“ Hier beziehen sich die großgeschriebenen Wörter auf eine Sache oder Person – das Gute meint „die guten Dinge“, das Warme steht für „die warme Mahlzeit“. Es sind also keine Eigenschaften mehr, sondern Dinge.
Auch bei Superlativen kann das vorkommen: „Der Beste im Team“ – hier ist „der Beste“ ein Ersatz für „der beste Spieler“ und wird daher großgeschrieben.
Ein weiterer Fall ist die direkte Substantivierung mit Artikel: „das Blau des Himmels“, „die Reiche und die Armen“. Auch hier verhalten sich die Adjektive wie Nomen und werden groß.
Merke: Wenn das Adjektiv eine selbstständige Bedeutung hat und für eine Person oder Sache steht, schreibst du es groß. Steht es dagegen einfach beschreibend vor einem Nomen – wie in „ein schönes Haus“ – bleibt es klein.
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