Wie erklärt man einem Kind das Präteritum?

Wenn du deinem Kind die deutsche Grammatik beibringst, kommt früher oder später das Thema Präteritum. Viele Eltern fragen sich dann: Wie erkläre ich das am besten? Die gute Nachricht: Es muss nicht kompliziert sein.

Beginne einfach: Sag deinem Kind, dass das Präteritum die „erste Vergangenheit“ ist – die Zeitform, die man oft in Geschichten liest. Wenn etwas in der Vergangenheit passiert ist und aufgeschrieben wurde, zum Beispiel in einem Buch oder einem Bericht, dann wird meist das Präteritum verwendet. Ein Beispiel: Ich schnitzte einen neuen Pfeil. Das klingt wie aus einem Abenteuerroman – und genau dafür wird diese Form oft gebraucht.

Im Alltag sagen wir meist „Ich habe einen Pfeil geschnitzt“ – das ist das Perfekt. Aber in Geschichten steht dann doch lieber „Ich schnitzte einen neuen Pfeil“. Das macht die Erzählung lebendiger und etwas formeller. Für Kinder ist es hilfreich, wenn sie sehen, dass beide Formen richtig sind – nur die Situation bestimmt, welche man nimmt.

Ein kleiner Tipp: Lies gemeinsam mit deinem Kind eine kurze Geschichte vor und sucht nach Sätzen in der Vergangenheit. Frag: „Warum steht hier ‚ging‘ und nicht ‚ist gegangen‘?“ So wird die Regel greifbar. Viele Grundschulen, wie die Niemoeller-Grundschule, bieten auch Merkblätter zum Präteritum an – eine praktische Unterstützung für zu Hause.

Wichtig ist: Nimm dir Zeit, lass dein Kind selbst Sätze bilden und loben, wenn es klappt. Sprache lernt am besten durch Tun – und ein bisschen Spaß dabei schadet nie.

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