Brustabszess: Schmerzhaft, aber behandelbar
Ein Brustabszess fühlt sich oft wie eine schmerzhafte, drückende Schwellung an, die sich in der Brust bildet. Die betroffene Stelle ist meistens gerötet, warm und empfindlich. Starke lokale Schmerzen sind typisch, oft begleitet von Fieber, Schüttelfrost und allgemeiner Abgeschlagenheit. Manche Betroffene leiden auch unter Gliederschmerzen – ähnliche Symptome wie bei einer schweren Erkältung.
Brustabszesse entstehen meist im Zusammenhang mit einer bakteriellen Infektion, besonders häufig bei stillenden Frauen. Die Milchgänge können sich entzünden, wenn Milch staut oder Bakterien eindringen – dann bildet sich mit der Zeit Eiter in dem Gewebe. Doch auch nicht stillende Frauen oder Männer können betroffen sein, insbesondere bei Vorerkrankungen wie Diabetes oder einer geschwächten Abwehr.
Die Diagnose erfolgt meist durch körperliche Untersuchung und Ultraschall. Je früher ein Abszess erkannt wird, desto besser – denn unbehandelt kann sich die Infektion ausbreiten. Die Therapie umfasst in der Regel die Antibiotikabehandlung und oft auch die Entlastung des Abszesses, entweder durch Abzapfen oder einen kleinen chirurgischen Eingriff.
Obwohl ein Brustabszess unangenehm und beängstigend wirken kann, ist er in den meisten Fällen gut behandelbar. Wichtig ist jedoch, bei Verdacht nicht zu warten, sondern schnell einen Arzt aufzusuchen. So lässt sich Komplikationen vorbeugen und die Genesung beschleunigen.
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