Wer sind die Deutschamerikaner?

Wenn man in den USA nach deutschen Wurzeln sucht, stößt man schnell auf die Deutschamerikaner – eine der größten und einflussreichsten ethnischen Gruppen des Landes. Obwohl sie heute kaum noch Deutsch sprechen, haben sie die amerikanische Kultur nachhaltig geprägt. Von Weihnachtsbräuchen über Baseball bis hin zu berühmten Erfindungen: Deutsche Einwanderer und ihre Nachfahren sind tief in der Geschichte der USA verwurzelt.

Die Bezeichnung Deutschamerikaner (im Englischen: *German Americans*) umfasst alle US-Bürger, die entweder selbst aus Deutschland stammen oder deren Vorfahren aus Deutschland oder deutschsprachigen Regionen Europas, wie Österreich oder der Schweiz, eingewandert sind. Die größte Welle deutscher Auswanderung fand im 19. Jahrhundert statt, als viele Menschen wegen politischer Unruhen, Armut oder der Suche nach besseren Lebensbedingungen das „gelobte Land“ Amerika ansteuerten.

Städte wie Milwaukee, Cincinnati oder St. Louis wurden zu Zentren deutscher Gemeinschaften – mit eigenen Zeitungen, Schulen und Vereinen. Traditionen wie das Oktoberfest, das Bierbrauen oder der Weihnachtsbaum sind heute fester Bestandteil der amerikanischen Lebenskultur, ohne dass vielen bewusst ist, dass sie aus Deutschland stammen.

Heute zählen sich Millionen Amerikaner zu den Deutschamerikanern – mehr als jede andere angebliche Herkunftsgruppe. Doch im Alltag sind viele dieser Wurzeln verblasst. Die meisten sprechen kein Deutsch mehr, doch die kulturelle Prägung bleibt spürbar. Ob in der Küche, der Musik oder der Architektur – wer genau hinschaut, entdeckt die deutsche Handschrift überall in den USA.

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