Was sind Partikelverben?

Im Deutschen gibt es viele Verben, die nicht aus einem einzigen Wort bestehen, sondern aus einer Verbindung von Verb und einem zusätzlichen Bestandteil – meist ein kleines Wort wie „vor“, „an“, „ab“ oder „ein“. Diese Art von Verben nennt man Partikelverben. Sie werden auch als trennbare Verben oder Präverbgefüge bezeichnet. Im englischen Sprachgebrauch spricht man oft von „phrasal verbs“, was im Deutschen oft direkt als „phrasales Verb“ übernommen wird.

Ein klassisches Beispiel ist das Verb „vorgehen“. Es setzt sich zusammen aus „vor“ und „gehen“. Dabei ändert sich die Bedeutung: Während „gehen“ einfach „sich fortbewegen“ bedeutet, beschreibt „vorgehen“ eher einen schrittweisen Ablauf – etwa, wenn man in einer Sache „vorgeht“, also aktiv wird. Andere bekannte Beispiele sind „ankommen“, „abschalten“ oder „einkaufen“.

Was viele Lernende zunächst verwirrt: Diese Bestandteile können sich im Satz trennen. Zum Beispiel: „Ich schalte das Licht ab.“ – hier steht „ab“ am Ende des Satzes, obwohl es zum Verb „abschalten“ gehört. Solche Verben sind ein fester Bestandteil der deutschen Sprache und kommen im Alltag häufig vor.

Wer Deutsch lernt, sollte sich mit Partikelverben gut auskennen – denn sie sind nicht nur zahlreich, sondern verleihen der Sprache auch viel ihrer Nuancen. Manche verändern die Bedeutung des Grundverbs komplett, andere fügen nur eine kleine Richtung oder Abstufung hinzu. Wer sie richtig verwendet, spricht natürlicher und präziser.

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