Der Dativ – der „Gebefall“ im Lateinunterricht

Im Lateinischen gibt es fünf grammatische Fälle, und der Dativ ist der dritte unter ihnen. Nach dem Nominativ (Wer?) und dem Genitiv (Wessen?) folgt der Dativ, oft auch als „Gebefall“ bezeichnet – eine Merkhilfe, die vielen Schülerinnen und Schülern im Unterricht hilft. Er beantwortet die Frage „Wem?“ oder manchmal auch „wozu?“.

Der Dativ wird oft dann verwendet, wenn es um indirekte Objekte geht – also zum Beispiel bei Verben des Gebens, Sagens oder Schickens. Ein typischer Satz könnte lauten: „Maria librum amicae dat“ – Maria gibt der Freundin das Buch. Hier zeigt der Dativ „amicae“ an, wem das Buch gegeben wird.

Im Deutschen hat der Dativ ebenfalls diese Funktion, was beim Lernen hilfreich sein kann. So sagt man etwa „Ich gebe dem Freund ein Geschenk“ – auch hier steht „dem Freund“ im Dativ. Allerdings ist die lateinische Flexion deutlich regelmäßiger, was die Fallformen oft klarer erkennbar macht.

Wer Latein lernt, begegnet dem Dativ früh und häufig – nicht nur in Übersetzungen, sondern auch in Wendungen wie „cui bono?“ (Wem zum Vorteil?), wo der Dativ im Hintergrund eine Rolle spielt. Mit etwas Übung wird die Funktion schnell vertraut, und der „Gebefall“ verliert seinen Schrecken.

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