Wie heißt die Vergangenheit im Deutschen?
Im Deutschen gibt es verschiedene Zeitformen, um die Vergangenheit auszudrücken. Eine davon ist das Präteritum, das oft auch als „1. Vergangenheit“ bezeichnet wird. Diese Zeitform zeigt an, dass etwas bereits abgeschlossen ist – die Handlung liegt vollständig in der Vergangenheit.
Doch im Alltag verwenden die meisten Menschen im Deutschen nicht das Präteritum, sondern das Perfekt, wenn sie miteinander sprechen. Zum Beispiel sagen sie: „Ich habe gegessen“ statt „Ich aß“. Das Präteritum taucht dafür häufig in geschriebenen Texten auf – besonders in Erzählungen, Berichten oder Büchern. Wer einen Roman liest, wird schnell merken: Dort heißt es oft „Er ging durch den Wald“ oder „Sie sagte leise: …“.
Einige Verben allerdings werden sowohl im Gesprochenen als auch im Geschriebenen im Präteritum verwendet, vor allem Modalverben und das Verb „sein“. Man hört dann etwa: „Ich musste gehen“ oder „Es war einmal“. Das klingt natürlicher als die Perfektform in diesen Fällen.
Wer Deutsch lernt, sollte also wissen: Das Präteritum ist vor allem für die Schriftsprache wichtig. Im Laufe der Zeit entwickelt man ein Gefühl dafür, wann man es benutzt und wann besser das Perfekt. Beides ist korrekt – nur die Situation bestimmt, was passt.
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