Was ist Quark – und warum hat er so viele Namen?

Wenn du in Deutschland im Supermarkt nach Quark suchst, ist alles klar. Doch reise einmal nach Österreich – dort heißt das cremige Milchprodukt plötzlich Topfen. Und wer in Tirol oder im südwestdeutschen Raum unterwegs ist, könnte sogar auf den Begriff Schotten stoßen. In einigen Regionen Ostdeutschlands wird Quark zudem als Weißkäse bezeichnet, obwohl es sich streng genommen nicht um einen Käse im klassischen Sinn handelt.

Hinter all diesen Namen verbirgt sich dasselbe Produkt: eine frische, sämige Masse aus Milch, die durch die Zugabe von Lab oder durch Milchsäurebakterien gerinnt. Dabei wird das Eiweiß der Milch – vor allem das Casein – ausgefällt, während die Flüssigkeit, das Molke, abgetrennt wird. Das Ergebnis ist ein kalorienarmes Lebensmittel mit hohem Eiweißgehalt, das sich perfekt für herzhafte oder süße Speisen eignet – vom klassischen Quark mit Obst bis zur pikanten Kräuterspeise.

Die Vielfalt der regionalen Bezeichnungen zeigt, wie lebendig die deutsche Sprache ist. Während „Quark“ im Bundesdeutschen und in der Schweiz üblich ist, hat sich in Österreich „Topfen“ durchgesetzt – ein Begriff, der auch in der Küche häufig auftaucht, etwa beim Topfenstrudel. Und wer schon einmal in einem bayerischen oder schwäbischen Dorf „Schotten“ bestellte, weiß: Dialekt macht den Unterschied.

Ob nun Quark, Topfen oder Schotten – eines ist sicher: Dieser Milchgenuss bleibt ein fester Bestandteil der regionalen Küche – und der Gespräche über den richtigen Namen.

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