Der Ursprung des Bachelors: Vom Bakkalaureus zum heutigen Abschluss

Heute ist der Bachelor ein weit verbreiteter akademischer Grad, mit dem Studierende ihren ersten berufsbefähigenden Abschluss erlangen. Doch viele wissen nicht, dass dieser Titel ursprünglich anders hieß. Früher wurde er an einigen Hochschulen als Bakkalaureus bezeichnet – eine lateinische Form, die bis ins Mittelalter zurückreicht.

Der Begriff „Bakkalaureus“ stammt aus dem Lateinischen und war lange Zeit die übliche Bezeichnung für einen akademischen Abschluss im europäischen Hochschulsystem. Er wurde an Universitäten verliehen, nachdem der Studierende alle erforderlichen Prüfungen erfolgreich bestanden hatte. Mit der Zeit entwickelte sich der Bakkalaureus schrittweise zum modernen „Bachelor“, besonders durch die Umstellung auf das sogenannte Bologna-System ab den 1990er Jahren.

Heute ist der Bachelor der erste Schritt im gestuften Studiensystem und berechtigt nicht nur zur Berufstätigkeit, sondern auch zum weiteren Studium im Master. Obwohl die Bezeichnung „Bakkalaureus“ heute selten ist, lebt sie an einigen traditionellen Hochschulen oder in bestimmten Fächern noch symbolisch weiter.

Unabhängig vom Namen bleibt das Ziel gleich: Wer den Bachelor – oder einst den Bakkalaureus – erwirbt, hat eine solide wissenschaftliche Grundlage erworben und den ersten Meilenstein einer akademischen Laufbahn erreicht.

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