Wie hoch ist das Risiko für einen erneuten Schlaganfall?

Etwa 70.000 Menschen in Deutschland erleiden jedes Jahr einen erneuten Schlaganfall – eine Zahl, die zeigt, wie wichtig die Vorbeugung ist. Besonders hoch ist das Risiko, wenn der erste Schlaganfall durch einen verstopften Blutgefäß verursacht wurde, also ein sogenannter Hirninfarkt. Denn wer bereits einmal betroffen war, hat ein deutlich erhöhtes Risiko, erneut einen zu erleiden – besonders in den ersten Monaten danach.

Die gute Nachricht: Viele Faktoren, die das Risiko beeinflussen, kann man selbst beeinflussen. Ein Rauchstopp senkt die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Schlaganfalls deutlich. Auch Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhte Cholesterinwerte sollten gut eingestellt werden – gemeinsam mit dem Arzt. Eine gesunde Lebensweise spielt dabei eine zentrale Rolle.

Regelmäßige Bewegung, zum Beispiel täglich 30 Minuten Spazierengehen oder Radfahren, stärkt das Herz-Kreislauf-System. Genauso wichtig ist eine ausgewogene Ernährung: viel Obst, Gemüse, Vollkorn und gesunde Fette, weniger Salz, Zucker und verarbeitete Lebensmittel. Kleine Veränderungen im Alltag können viel bewirken.

Auch psychische Faktoren wie Stress oder Depressionen nach einem Schlaganfall sollten ernst genommen werden. Wer sich psychisch wohler fühlt, kann oft besser an seiner Gesundheit arbeiten. Prävention ist also kein Einzelakt, sondern ein ganzheitlicher Prozess – mit ärztlicher Unterstützung und Eigeninitiative.

Zusammenfassend gilt: Das Risiko für einen erneuten Schlaganfall ist nicht unveränderlich. Wer aktiv wird, verbessert seine Chancen deutlich – auf ein gesünderes und selbstbestimmteres Leben.

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