Der normale Cortisolwert im Überblick

Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Es steuert viele zentrale Prozesse im Körper, darunter den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Reaktion auf Stress. Weil die Ausschüttung von Cortisol einem natürlichen Tagesrhythmus folgt, verändern sich die Konzentrationen im Serum im Laufe von 24 Stunden deutlich.

In der medizinischen Diagnostik gelten je nach Tageszeit unterschiedliche Referenzbereiche. So liegt der normale Wert morgens zwischen 6:00 und 10:00 Uhr bei etwa 48,2 bis 195 ng/ml. In dieser Phase ist der Cortisolspiegel im Blut gewöhnlich am höchsten, um den Organismus auf die Anforderungen des Tages vorzubereiten.

Gegen Abend nimmt die Produktion schrittweise ab. Im Zeitraum von 16:00 bis 20:00 Uhr beläuft sich der Referenzbereich üblicherweise auf 24,7 bis 119 ng/ml. Das Absinken des Spiegel zur Nacht hin ermöglicht es dem Körper, zur Ruhe zu kommen und in die Regenerationsphase überzugehen.

Abweichungen von diesen Richtwerten müssen nicht zwangsläufig auf eine Erkrankung hindeuten, da kurzfristiger Stress, Schlafmangel oder Medikamente das Ergebnis beeinflussen können. Dennoch dient die Bestimmung der Laborwerte Ärztinnen und Ärzten als wichtiger Anhaltspunkt, um Funktionsstörungen der Nebenniere oder der Hirnanhangsdrüse frühzeitig zu erkennen.

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