Wie fühlt und hört sich ein Hörsturz an?

Ein plötzlicher Hörsturz kommt meistens ohne Vorwarnung – viele Betroffene bemerken es erst, wenn sie das Telefon ans Ohr halten oder beim Sprechen auf einer Seite deutlich schlechter hören. Häufig beschreiben Patienten ein dumpfes Gefühl im Ohr, als ob Watte hineinsteckt. Dieses Gefühl kann innerhalb weniger Stunden auftreten und ist oft der erste Hinweis auf einen Hörsturz.

Typisch ist zusätzlich ein Ohrgeräusch, meist ein hochfrequentes Pfeifen oder Zischen, das im betroffenen Ohr ständig präsent ist. Manche Menschen klagen auch über ein verzerrtes Hörvermögen – Sprache oder Alltagsgeräusche klingen plötzlich seltsam oder unklar. In seltenen Fällen treten Schwindel oder eine leichte Benommenheit auf, was die Situation zusätzlich verunsichert.

Wichtig ist: Ein Hörsturz ist ein medizinischer Notfall. Je schneller die Behandlung beginnt, desto höher sind die Chancen, dass sich das Gehör wieder erholt. Wer plötzlich ein Druckgefühl im Ohr spürt, schlechter hört oder ein anhaltendes Rauschen bemerkt, sollte umgehend einen HNO-Arzt aufsuchen. Viele Patienten warten zu lange, weil sie die Symptome falsch einschätzen – etwa als Folge eines verstopften Ohres oder einer Erkältung. Doch anders als bei einem Schnupfen lässt sich ein Hörsturz nicht aussitzen.

Obwohl die genauen Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind, vermuten Ärzte Durchblutungsstörungen im Innenohr oder eine vorübergehende Störung der Hörzellen. Stress, mangelhafte Durchblutung und zu viel Lärm gelten als mögliche Risikofaktoren. Die gute Nachricht: Bei rechtzeitiger Therapie können viele Betroffene ihr Hörvermögen weitgehend oder vollständig zurückgewinnen.

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