Wie kalt sollte ein ungenutzter Raum sein?
Ein häufiger Mythos besagt, dass ungenutzte Räume gar nicht oder nur sehr schwach beheizt werden sollten, um Heizkosten zu sparen. Doch das ist so nicht ganz richtig. Wer den Raum komplett auskühlen lässt, riskiert im langfristigen Betracht sogar höhere Kosten – und gesundheitliche Probleme.
Unterschreiten Sie nicht die 15-Grad-GrenzeExperten, wie etwa Daikin, empfehlen: Die Temperatur in selten genutzten Zimmern sollte nie unter 15 °C fallen. Warum? Weil Wände und Ecken bei tieferen Temperaturen stark auskühlen. Dadurch sinkt die Luftfeuchtigkeit an diesen Stellen unter den Taupunkt – und die Feuchtigkeit kondensiert an der Wand. Genau diese Bedingungen lieben Schimmelpilze. Besonders in Ecken, hinter Möbeln oder an schlecht gedämmten Außenwänden kann sich dann unsichtbarer Schimmel bilden – mit gesundheitlichen Risiken und aufwendiger Beseitigung.
Statt also komplett auf Heizung zu verzichten, reicht es aus, den Raum schwach zu beheizen. Eine konstante, moderate Temperatur von etwa 15 bis 17 °C schützt vor Feuchteproblemen und hält die Wände warm genug. Gleichzeitig verhindern regelmäßiges Lüften und ausreichende Luftzirkulation, dass sich Feuchtigkeit staut.
Ein zusätzlicher Vorteil: Wenn der Raum nicht komplett auskühlt, muss er beim Wiedereinzug nicht stundenlang aufgeheizt werden. Das schont nicht nur das Heizsystem, sondern auch den Geldbeutel. Also: Sparen ja – aber clever. Ein Minimum an Wärme hält die Bausubstanz gesund und sorgt langfristig für ein angenehmes Raumklima.
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