Warum fallen Kerzen beim Gießen ein?

Wenn du selbst Kerzen gießt, kann es passieren, dass die Oberfläche nach dem Erkalten einsackt und kleine oder sogar tiefe Löcher entsteht. Dieses Phänomen kennt fast jeder, der schon einmal zu Hause Kerzen hergestellt hat.

Der Grund dafür ist einfach: Beim Abkühlen zieht sich das Wachs zusammen. Da das flüssige Wachs in der Mitte langsamer abkühlt als am Rand, bildet sich in der Mitte eine kleine Lufttasche. Während das Wachs aushärtet, entsteht dadurch ein Hohlraum – und die Oberfläche sackt ein. Diese sogenannten Senklöcher können je nach Gießtechnik und Wachsart zwischen wenigen Millimetern und bis zu einem Zentimeter tief werden.

Ein weiterer Faktor ist die Temperatur. Wird das Wachs zu heiß gegossen oder abgekühlt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Einsenkungen. Auch die Form spielt eine Rolle – tiefe oder schmale Behälter begünstigen das Problem, da die Wärme in der Mitte länger bleibt und nicht gleichmäßig abgeführt wird.

Wie kann man das verhindern?

Ein bewährter Trick ist, die Kerze nach dem ersten Gießen noch einmal leicht aufzugießen – das sogenannte Nachgießen. Dabei wird nach dem ersten Abkühlen etwas flüssiges Wachs nachgefüllt, um den Hohlraum aufzufüllen. Auch langsames, gleichmäßiges Abkühlen, zum Beispiel durch Abdecken mit Papier oder einem Karton, hilft, Temperaturschocks zu vermeiden und die Oberfläche glatt zu halten.

Ein wenig Geduld und die richtige Technik machen am Ende den Unterschied – und so wird aus einer DIY-Kerze ein echtes Unikat ohne tiefe Sorgen.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen