So regenerieren Sie einen NiMH-Akku richtig

Wer mit wiederaufladbaren NiMH-Akkus arbeitet, kennt das Problem: Mit der Zeit scheinen sie nicht mehr richtig voll zu werden – oft verursacht durch den sogenannten Batterieträgheitseffekt. Dieser tritt auf, wenn der Akku über längere Zeit nur teilweise geladen und entladen wird. Die Folge: Die Zellen „vergessen“ ihre volle Kapazität, und die Leistung sinkt spürbar.

Die gute Nachricht: Dieser Effekt lässt sich meist beheben – durch eine gezielte Regeneration des Akkus. Der Schlüssel liegt in vollständigen Lade- und Entladezyklen. Dazu entlädt man den NiMH-Akku zunächst ganz, bis die Entladeschlussspannung erreicht ist – meist bei etwa 1,0 Volt pro Zelle. Anschließend wird er komplett wieder aufgeladen.

Um die ursprüngliche Kapazität wirklich wiederherzustellen, sollte man diesen Vorgang mehrmals hintereinander wiederholen. Zwei bis drei Zyklen reichen oft schon aus, um den Trägheitseffekt zu überwinden und die Leistung spürbar zu verbessern.

Es ist wichtig, dabei ein geeignetes Ladegerät zu nutzen, das eine Tiefentladefunktion unterstützt. Billige Ladegeräte laden oft nur auf, ohne vorher vollständig zu entladen – was die Regeneration verhindert. Wer seine NiMH-Akkus regelmäßig so wartet, kann deren Lebensdauer deutlich verlängern.

Regeneration ersetzt zwar keine neue Batterie, wenn der Akku physikalisch verschlissen ist. Doch bei vorübergehender Leistungsminderung durch Trägheit ist es eine einfache und effektive Methode, um alten Zellen neues Leben einzuhauchen.

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