Wie nennt man Italiener? Eine Frage der Zeit und des Tonfalls

Der Begriff Italiener ist die neutrale, gebräuchliche Bezeichnung für Menschen aus Italien. Doch in der Vergangenheit wurden auch andere Wörter verwendet – einige davon längst veraltet oder sogar abwertend.

Bis ins 20. Jahrhundert hinein war der Ausdruck Itaka in Gebrauch, eine Abkürzung für „Italienischer Kamerad“. Ursprünglich klang das noch relativ neutral, doch im Laufe der Zeit bekam das Wort einen deutlichen Beigeschmack. Heute gilt es als veraltet und oft als derb oder herablassend. Ähnlich verhält es sich mit Itaker – eine informelle, manchmal scherzhafte, oft aber abwertende Kurzform, die heute kaum noch verwendet wird.

In der Schweiz trifft man gelegentlich auf den Ausdruck Tschingg, der ebenfalls schweizerdeutsch und stark abwertend ist. Solche Begriffe gehören heute zu Unrecht in den Hintergrund – sie verletzen und vereinfachen ein Ganzes Volk auf unlustige Weise.

Die respektvolle Bezeichnung bleibt einfach: Italiener – ohne Umschweife, ohne Spott. In einer Zeit, in der Sprache immer bewusster eingesetzt wird, zählt Respekt. Und wer einen Italiener kennt, weiß: Es geht weniger um Etiketten, mehr um Pasta, Leidenschaft und das Lebensgefühl, das mit dem Land verbunden ist.

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