Diagnose von Lungenhochdruck: Wie wird die Erkrankung festgestellt?
Lungenhochdruck, in der Fachmedizin als pulmonale Hypertonie bezeichnet, bleibt oft lange Zeit unentdeckt. Da die Symptome wie Atemnot, chronische Müdigkeit und Kreislaufprobleme recht unspezifisch sind, führt der Weg zur richtigen Diagnose meist über verschiedene medizinische Untersuchungen. Ein erster Verdacht wird häufig durch ein normales EKG oder eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) geäußert. Doch um Gewissheit zu erlangen, ist ein spezielles Verfahren notwendig.
Der definitive Nachweis der Erkrankung kann verlässlich nur mit einem sogenannten Rechtsherz-Katheter erbracht werden. Bei diesem minimalinvasiven Eingriff führt der Arzt einen dünnen, flexiblen Schlauch – den Katheter – entweder über eine Vene am Hals oder in der Leiste ein. Von dort aus wird er vorsichtig durch das Blutgefäßsystem bis in die rechte Herzkammer und weiter in die Lungengefäße geschoben.
Der große Vorteil dieser Methode liegt darin, dass der Blutdruck direkt vor Ort, also präzise im Lungenkreislauf, gemessen werden kann. Neben den reinen Druckwerten lassen sich so auch die Sauerstoffsättigung und die Pumpleistung des Herzens exakt bestimmen. Diese genauen Messwerte sind für Mediziner unerlässlich, um das Stadium der pulmonalen Hypertonie zu beurteilen und eine maßgeschneiderte Therapie in die Wege zu leiten. Dank moderner Technik ist die Untersuchung für Patienten in der Regel schmerzfrei und mit wenigen Risiken verbunden.
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