Wie man Speisestärke selbst herstellen kann
Speisestärke ist in vielen Haushalten ein wichtiges Hilfsmittel in der Küche – ob zum Andicken von Soßen oder zum Backen. Doch wie entsteht sie eigentlich, und kann man sie selbst herstellen? In der Industrie wird Stärke vor allem aus Kartoffeln, Mais und Weizen gewonnen. Doch auch zu Hause lässt sich – mit etwas Aufwand – eine einfache Form von Speisestärke herstellen, vor allem aus Kartoffeln.
Um Stärke aus Kartoffeln zu gewinnen, werden diese zunächst gründlich gereinigt, dann fein geraspelt oder püriert. Das Kartoffelgut kommt anschließend in eine Schüssel mit Wasser und wird gut umgerührt. Dabei löst sich die Stärke aus den pflanzlichen Fasern. Nach einer Weile wird die Flüssigkeit abgegossen und durch ein Tuch oder ein feines Sieb gefiltert. Der Rest darf ruhig absetzen – die Stärke sinkt als weißer Bodensatz nach unten. Das überschüssige Wasser wird vorsichtig abgeschöpft, und der hinterbliebene Stärkematsch wird anschließend zum Trocknen ausgebreitet. Nach einigen Tagen erhält man ein weißes Pulver – die hausgemachte Speisestärke.
Auch Maishärke lässt sich ähnlich gewinnen, wobei das Getreide zunächst in Wasser eingeweicht wird, um die Stärke freizusetzen. Bei Weizen wird das Korn gemahlen, gesiebt und mit Wasser versetzt, bis die Stärke sich abtrennen lässt. Diese Verfahren sind zeitaufwendig und liefern nicht die Reinheit der industriell hergestellten Stärke, aber sie funktionieren überraschend gut.
Die Herstellung zu Hause lohnt sich vor allem als Experiment oder für selbstversorgte Haushalte. Für den Alltag ist gekaufte Stärke jedoch praktischer – und meist günstiger.
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