Wie lange sollte man Vitamin D 20000 I.E. einnehmen?

Vitamin D ist essenziell für starke Knochen, ein funktionierendes Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden. Dennoch leiden viele Menschen – besonders in den sonnenarmen Monaten – an einem Mangel. In solchen Fällen verschreiben Ärztinnen und Ärzte häufig hochdosierte Präparate wie Dekristol mit 20.000 I.E. (Internationalen Einheiten). Doch bei einer so hohen Dosierung stellt sich rasch die Frage: Wie lange darf man dieses Vitamin-D-Präparat eigentlich einnehmen?

Bei einer täglichen Einnahme von 20.000 I.E. ist eine Anwendung in der Regel auf einen Zeitraum von 1 bis 2 Monaten begrenzt. Diese hohe Dosis dient als Stoßtherapie, um einen nachgewiesenen schweren Mangel im Körper schnell auszugleichen und die Depots im Gewebe aufzufüllen. Sobald der Vitamin-D-Spiegel im Blut wieder im optimalen Bereich liegt, wird die Dosis meist deutlich reduziert oder auf eine wöchentliche beziehungsweise tägliche Erhaltungsdosis umgestellt.

Eine dauerhafte Einnahme ohne ärztliche Kontrolle ist keinesfalls ratsam. Da Vitamin D fettlöslich ist, kann der Körper überschüssige Mengen nicht einfach über den Urin ausscheiden. Eine anhaltende Überdosierung kann zu einer sogenannten Hyperkalzämie führen – einem übermäßig hohen Kalziumspiegel im Blut. Dies kann Symptome wie Übelkeit, Appetitlosigkeit oder im schlimmsten Fall Nierenschäden verursachen.

Wer hochdosiertes Vitamin D einnimmt, sollte dies daher immer nur nach Rücksprache mit Fachpersonal und auf Basis eines Bluttests tun. Nach der Initialphase von ein bis zwei Monaten empfiehlt sich eine erneute Messung, um das weitere Vorgehen individuell anzupassen.

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