Wann landen Kalorien auf der Waage?

Wer schon einmal nach einer reichhaltigen Mahlzeit auf die Waage gestiegen ist, kennt das mulmige Gefühl: Zeigt das Ding jetzt schon mehr an? Tatsächlich kann Fett aus der Nahrung erstaunlich schnell am Bauch ansetzen. Eine Studie der Universität Oxford aus dem Jahr 2012 zeigt: Die Fette, die wir über die Ernährung aufnehmen, können bereits nach weniger als vier Stunden im Körper gespeichert sein – direkt an Taille und Hüfte.

Das ist schneller, als viele vermuten. Doch bei Kohlenhydraten und Eiweiß sieht es anders aus. Diese müssen zuerst in der Leber in Fett umgewandelt werden – ein aufwendigerer Prozess. Dabei braucht der Körper ungefähr neun Kalorien an Kohlenhydraten oder Eiweiß, um ein Gramm Fett herzustellen. Deshalb dauert es länger, bis überschüssige Kalorien aus diesen Nährstoffen als Fettmasse sichtbar werden.

Trotzdem bedeutet ein einmaliges Essen mit hohem Fettgehalt nicht automatisch, dass man gleich zugenommen hat – die Waage kann durch Wassereinlagerung oder Verdauung kurzfristig mehr anzeigen. Langfristig zählt aber immer der Kalorienüberschuss, egal ob aus Fett, Kohlenhydraten oder Eiweiß. Wer regelmäßig mehr isst, als er verbraucht, lagert die überschüssige Energie irgendwann als Fett ein – und das kann sich in weniger als einem Tag schon bemerkbar machen.

Die Erkenntnis hilft, den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gewicht besser zu verstehen: Es geht nicht nur um Menge, sondern auch um Geschwindigkeit. Was wir essen, wirkt sich schneller auf unseren Körper aus, als wir oft glauben.

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