Wie lange bleibt ein Krankenhauskeim im Körper?
Eine Besiedlung mit einem sogenannten Krankenhauskeim wie MRSA wirft bei Betroffenen viele Fragen auf. Besonders häufig geht es um die Dauer: Wie lange verbleiben die Bakterien auf der Haut oder den Schleimhäuten, und wann gilt man wieder als keimfrei?
Die Dauer der Besiedlung hängt maßgeblich davon ab, ob gezielte Maßnahmen zur Entkeimung ergriffen werden. Wenn keine sanierungshemmenden Faktoren wie offene Wunden, Katheter oder chronische Hautleiden vorliegen, gelingt eine erfolgreiche Sanierung in den meisten Fällen innerhalb von zwei Wochen. Dabei kommen in der Regel spezielle antiseptische Nasensalben, Waschlotionen und Mundspülungen zum Einsatz.
Wird hingegen keine gezielte Behandlung durchgeführt, kann sich der Erreger sehr hartnäckig halten. Ohne Sanierung kann die Tragedauer ein Jahr und länger betragen. Zwar kann das Immunsystem den Keim in manchen Fällen mit der Zeit von selbst zurückdrängen, ohne entsprechende Therapie bleibt das Risiko einer Weiterverbreitung oder späteren Infektion jedoch über lange Zeit bestehen.
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