HPV beim Mann: Wie lange besteht ein Ansteckungsrisiko?
Human Papillomviren (HPV) gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erregern. Viele Männer fragen sich, wie lange sie das Virus nach einer Ansteckung an ihre Partnerinnen oder Partner weitergeben können. Die Antwort hängt vor allem vom Verlauf der Infektion im Körper ab.
In den allermeisten Fällen ist das Immunsystem in der Lage, das Virus erfolgreich zu bekämpfen. Der Großteil der HPV-Infektionen heilt innerhalb von ein bis zwei Jahren von selbst aus. Sobald der Körper die Erreger vollständig eliminiert hat, besteht auch keine Ansteckungsgefahr mehr. Die Herausforderung liegt jedoch darin, dass eine HPV-Infektion beim Mann meist völlig symptomlos verläuft. Viele Betroffene wissen daher gar nicht, dass sie Träger des Virus sind und es übertragen können.
Problematisch wird es, wenn das Immunsystem die Viren nicht dauerhaft beseitigen kann. Bleibt die Infektion über Jahre hinweg bestehen, kann der Mann das Virus weiterhin übertragen. Eine solche chronische Infektion birgt zudem gesundheitliche Risiken für den Betroffenen selbst: Die anhaltende Präsenz der Viren kann zu Zellveränderungen in den Schleimhäuten führen, die sich im Laufe der Zeit zu bösartigen Tumoren – etwa im Genital-, Anal- oder Rachenbereich – entwickeln können.
Da es für Männer derzeit keine routinemäßigen Vorsorgeuntersuchungen auf HPV gibt, bieten Kondome einen wichtigen, wenn auch nicht hundertprozentigen Schutz vor einer Übertragung. Den effektivsten Schutz vor den gefährlichsten HPV-Typen bietet die Impfung, die bestenfalls vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgen sollte.
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