Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Spaziergang nach dem Fressen?
Wer einen Hund hat, kennt die tägliche Routine: Fressen, Gassi gehen, spielen – aber in welcher Reihenfolge geht es am besten? Besonders wichtig ist der Zeitabstand zwischen der Fütterung und der nächsten Runde um den Block. Tierärzte und Hundeerfahrene empfehlen, mindestens zwei bis drei Stunden nach der Mahlzeit zu warten, bevor man mit dem Hund losgeht.
Der Grund liegt in der Verdauung. Nach dem Fressen fließt das Blut verstärkt zum Magen, um die Nahrung zu verarbeiten. Bewegung direkt danach – besonders intensive oder ruckartige – kann den Kreislauf belasten und im schlimmsten Fall sogar zu einer lebensbedrohlichen Magen-Darm-Verstüttung führen, vor allem bei großen oder tiefbrüstigen Rassen wie Doggen oder Schäferhunden. Auch simpler Unwohlsein oder Erbrechen können die Folge sein.
Das bedeutet nicht, dass der Hund nach dem Fressen stocksteif liegen muss. Kurze Bewegung im Garten oder ein gemächlicher Spaziergang zur Verdauung sind in Ordnung – aber keine Hetzjagden hinter dem Ball oder ausgiebiges Toben. Wer morgens und abends füttert, sollte den ersten Spaziergang am Tag idealerweise vor der Fütterung einplanen, den Abendspaziergang dagegen danach – mit ausreichend Abstand.
Gerade Welpen oder ältere Hunde haben einen empfindlicheren Magen, hier ist es besonders wichtig, auf Zeichen von Unwohlsein zu achten. Im Zweifelsfall lieber etwas länger warten. Ein ruhiger Bauch, ein glücklicher Hund – und ein entspannter Spaziergang für alle Beteiligten.
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