Wie laut ist 85 dB – und warum es gefährlich wird
Ein Schallpegel von 85 dB(A) gilt bereits als lästig und potenziell schädlich, besonders bei längerer Einwirkung. Das entspricht etwa dem Lärm einer laufenden Dreherei oder einem stark frequentierten Baustellenbereich. Wer stundenlang solchen Geräuschen ausgesetzt ist, riskiert dauerhafte Hörschäden – oft, ohne es sofort zu merken.
Im Vergleich: Ein normaler PKW im Stadtverkehr verursacht etwa 75 dB(A), während schwerer LKW-Verkehr oder eine Bohrmaschine bei 80 bis 90 dB(A) liegen. Ab 85 dB tritt die Grenze ein, ab der Arbeitgeber in Deutschland gehörschonende Maßnahmen** wie Schutzausrüstung oder Pausenregelung vorsehen müssen.
Die physikalische Intensität bei 85 dB beträgt rund 0,000316 W/m² – das klingt wenig, doch das menschliche Ohr reagiert nicht linear. Bereits eine Erhöhung um 5 dB bedeutet eine Verdopplung der wahrgenommenen Lautstärke. Deshalb steigt das Risiko bei Dauerlärm schnell.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Wer regelmäßig mit einem Handschleifgerät** arbeitet (ca. 90 dB), sollte Ohrenschützer tragen. Auch in lauten Bars oder bei Konzerten wird dieser Pegel schnell überschritten. Selbst der tägliche U-Bahn-Verkehr erreicht oft 85 dB und mehr.
Das Wichtigste zu merken: Lärm schmerzt nicht sofort – aber er schadet trotzdem. Wer über Stunden 85 dB und mehr ausgesetzt ist, sollte aufpassen. Vorbeugen ist besser als Nachsehen – besonders, wenn es um die Ohren geht.
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