Wie Kartoffelstärke hergestellt wird
Die Gewinnung von Kartoffelstärke ist ein seit Jahrhunderten bekanntes Verfahren, das auf einfachen physikalischen Prozessen beruht. Hinter der Methode steckt ein natürlicher Bestandteil der Kartoffel: die Stärkekörner, die in speziellen Zellen der Knolle – sogenannten Leukoplasten – gespeichert sind.
Um die Stärke zu gewinnen, werden die Kartoffeln zunächst gründlich gereinigt und dann fein zerrieben oder gemahlen. Dabei werden die Pflanzenzellen aufgebrochen, sodass die winzigen Stärkekörner freigesetzt werden. Das entstehende Gemisch aus Wasser, Zellresten und Stärke wird anschließend mehrfach ausgewaschen. Durch Absetzen oder Zentrifugieren trennt man die schwerere Stärke vom übrigen Material ab.
Am Ende bleibt eine nasse Stärkemasse übrig, die anschließend getrocknet wird, bis sie zu einem feinen, weißen Pulver wird – das ist die bekannte Kartoffelstärke. Diese findet nicht nur in der Küche als Verdickungsmittel Verwendung, sondern auch in der Industrie beispielsweise für Klebstoffe oder Papierherstellung.
Die Herstellung ist ein reiner physikalischer Prozess – es kommen keine Chemikalien zum Einsatz. Deshalb gilt Kartoffelstärke als natürliches Produkt, das sich leicht verarbeiten und gut vertragen lässt. In Deutschland wird sie unter anderem in Regionen mit intensiver Kartoffelanbau wie Niedersachsen oder Bayern industriell gewonnen.
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