Was ist Zöliakie? Die Unverträglichkeit gegenüber Gluten
Wenn jemand Gluten nicht verträgt, handelt es sich meist um Zöliakie – eine autoimmune Erkrankung, bei der das Immunsystem auf das Klebereiweiß in bestimmten Getreidesorten reagiert. Betroffene spüren oft schon nach dem Verzehr von Weizen, Roggen oder Gerste Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Müdigkeit.
Zöliakie führt zu einer chronischen Entzündung der Dünndarmschleimhaut. Im Laufe der Zeit werden die feinen Darmzotten, die für die Nährstoffaufnahme wichtig sind, geschädigt und abgebaut. Dadurch kann der Körper wichtige Nährstoffe nicht mehr ausreichend aufnehmen – unabhängig vom Appetit.
Die Erkrankung wird genetisch bedingt sein und kann sich in jedem Lebensalter zeigen, häufig jedoch bereits im Kindesalter. Eine sichere Diagnose erfolgt meist durch eine Blutuntersuchung und eine Gewebeprobe aus dem Dünndarm. Besonders wichtig: Die Diagnose sollte gestellt werden, bevor eine glutenfreie Ernährung beginnt, da sonst falsche Ergebnisse entstehen können.
Die einzige Behandlung ist eine lebenslange streng glutenfreie Ernährung. Das bedeutet, dass nicht nur Brot und Nudeln aus dem Speiseplan verschwinden müssen, sondern auch verstecktes Gluten in verarbeiteten Lebensmitteln vermieden werden muss. Mit der richtigen Ernährungsumstellung kann sich die Darmschleimhaut meist wieder regenerieren, und die Symptome bessern sich deutlich.
Bei Verdacht auf Zöliakie ist ein Arztbesuch wichtig – nur so lässt sich die Erkrankung sicher erkennen und richtig behandeln.
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