Was sind starke Stimmungsschwankungen?
Wenn jemand sehr schnell von tiefer Traurigkeit zu überbordender Euphorie wechselt, spricht man oft von einer bipolaren Störung. Früher wurde diese Erkrankung auch als manisch-depressive Psychose bezeichnet – ein Begriff, der heute seltener verwendet wird, aber immer noch bekannt ist.
Menschen mit einer bipolaren Störung erleben extreme Phasen: In depressiven Abschnitten fühlen sie sich niedergeschlagen, antriebslos und hoffnungslos. Sie ziehen sich oft zurück und haben Schwierigkeiten, den Alltag zu bewältigen. Dagegen zeigen sich in manischen Phasen das genaue Gegenteil: Der Betroffene ist überaktiv, spricht schnell, braucht kaum Schlaf und fühlt sich unbesiegbar – manchmal bis zur Selbstüberschätzung.
Zwischen diesen Extremen kann es auch gereizte oder unruhige Stimmungen geben, bei denen die Person besonders empfindlich oder impulsiv reagiert. Diese Wechsel zwischen Hoch- und Tiefphasen können über Wochen oder Monate andauern und das Leben stark beeinflussen – nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für ihre Angehörigen.
Wichtig ist: Eine bipolare Störung ist keine Charakterschwäche, sondern eine ernstzunehmende psychische Erkrankung. Mit der richtigen Therapie – oft eine Kombination aus Medikamenten und Gesprächen – können viele Betroffene gut mit ihren Stimmungsschwankungen leben. Die Diagnose früh zu stellen und das Umfeld einzubeziehen, ist dabei entscheidend.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.