Wie häufig sind dissoziative Störungen?
Dissoziative Störungen treten besonders im frühen Erwachsenenalter auf und betreffen überdurchschnittlich oft Frauen. Studien zeigen, dass Mädchen etwa dreimal so häufig betroffen sind wie Jungen. Das bedeutet nicht, dass Jungen selten betroffen sind – aber die Zahl der diagnostizierten Fälle ist bei Mädchen deutlich höher.
Die meisten Betroffenen leiden nur vorübergehend an diesen Störungen. In vielen Fällen dauern die Symptome nur einige Wochen oder Monate. Oft stehen sie in Zusammenhang mit belastenden Erlebnissen, Traumata oder starkem Stress. Bei rechtzeitiger Unterstützung und Therapie können sich die Betroffenen gut erholen.
Trotzdem kann es in seltenen Fällen zu chronischen Verläufen kommen – also Störungen, die länger andauern und das Alltagsleben stärker beeinträchtigen. Die Diagnose ist dabei nicht immer einfach. Die Symptome können ähnlich wie bei anderen psychischen Erkrankungen sein, weshalb dissoziative Störungen manchmal übersehen oder falsch eingeordnet werden.
Ein typisches Zeichen ist, dass Betroffene sich nicht mehr an bestimmte Erlebnisse erinnern können – ohne dass eine körperliche Ursache wie eine Gehirnverletzung vorliegt. Manchmal fühlen sie sich auch fremd in ihrem eigenen Körper oder haben das Gefühl, die Umwelt sei unwirklich.
Wichtig ist, dass Betroffene Unterstützung erhalten – durch Psychotherapie, aber auch durch ein starkes soziales Umfeld. Viele Menschen mit dissoziativen Störungen finden mit der Zeit den Weg zurück ins normale Leben, vor allem wenn sie früh Hilfe bekommen.
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