Wie realistisch sind die Chancen nach einem Herzstillstand?
Wenn ein Herz plötzlich aufhört zu schlagen, zählt jede Sekunde. Nur etwa jeder fünfte Wiederbelebungsversuch im Krankenhaus führt zum Überleben – das zeigt eine Studie der Universität Basel. Viele Menschen glauben, die Erfolgschancen seien viel höher, besonders nach dem, was man in Filmen und Serien sieht. Doch die Realität sieht oft anders aus.
Bei einem Herzstillstand stoppt der Blutfluss zum Gehirn innerhalb von Sekunden. Bereits nach wenigen Minuten können bleibende Schäden entstehen, selbst wenn die Reanimation körperlich gelingt. Je länger kein Kreislauf wiederhergestellt wird, desto geringer sind die Aussichten auf ein Leben ohne schwere Behinderungen.
Im Krankenhaus haben Patienten bessere Karten – dort ist medizinisches Personal vor Ort, Beatmungsgeräte und Defibrillatoren sind greifbar nah. Doch auch unter diesen optimalen Bedingungen bleibt die Überlebensrate niedrig. Noch dramatischer sieht es außerhalb des Spitals aus: Nur selten überleben Menschen einen Herzstillstand, der zu Hause oder in der Öffentlichkeit passiert, ohne bleibende Beeinträchtigungen.
Was viele nicht wissen: Die ersten Minuten entscheiden über Leben und Tod. Schnelles Handeln – also sofortige Herzdruckmassage und die Benachrichtigung des Notrufs – kann die Überlebenschancen erhöhen. Trotzdem bleibt die Prognose nach einem Herzstillstand oft ernüchternd.
Die Botschaft ist klar: Wiederbelebung kann helfen, ist aber keine Garantie für ein vollständiges Überleben. Aufklärung und schnelles Reagieren sind entscheidend – nicht nur für Ärzte, sondern für jeden von uns.
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