Wie oft sollte man bei einer Reanimation beatmen?
Bei einer Herz-Lungen-Wiederbelebung ist der richtige Rhythmus entscheidend, um dem Verunglückten die bestmögliche Hilfe zu leisten. Bei Erwachsenen wird empfohlen, etwa 15 Mal pro Minute zu beatmen – das entspricht ungefähr einer Beatmung alle vier Sekunden.
Wichtig: Nach jeder Mund-zu-Mund-Beatmung sollte man kurz innehalten, den Mund vom Gesicht des Betroffenen nehmen und ihm so die Möglichkeit geben, selbst auszuatmen. Dieser kurze Moment ist entscheidend, damit sich die Lunge wieder leeren kann, bevor der nächste Atemzug folgt.
Um den Rhythmus nicht zu verlieren, kann man sich an seinem eigenen Atemrhythmus orientieren. Zwar ist die Atmung unter Stress schneller, doch mit etwas Übung lässt sich ein gleichmäßiges Tempo finden. In der Praxis wird heute oft die alleinige Herzdruckmassage („No Ventilation“) empfohlen, besonders wenn der Helfer unsicher ist oder keine Atemspende vornehmen möchte. Doch bei bekannter Ursache wie Ertrinken oder Atemnot bleibt die Beatmung ein wichtiger Bestandteil der Ersten Hilfe.
Die Kombination aus Herzdruckmassage und Beatmung kann Leben retten – besonders wenn bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes schnell und richtig gehandelt wird. Wer unsicher ist, sollte dennoch helfen: Jede Hilfe ist besser als keine. Unter 112 erhält man während des Anrufs auch telefonische Anleitung durch den Notarzt.
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