Wie die Schweiz ihr Hähnchen nennt

In der Schweiz spricht man nicht von „Hähnchen“, sondern vom „Poulet“ – und das aus gutem Grund. Während in Deutschland oft vom Hähnchen die Rede ist, unabhängig vom Geschlecht des Tieres, bleibt die Schweiz bei ihrer französischen Anlehnung und sagt Poulet. Doch der Unterschied ist mehr als nur sprachlich.

Tatsächlich bezeichnet „Poulet“ ursprünglich ein weibliches junges Huhn, während „Hahn“ auf das männliche Tier hinweist. In der Schweiz hat sich der Begriff jedoch etabliert, um alle Jungtiere unabhängig vom Geschlecht zu beschreiben – besonders im Zusammenhang mit Fleisch. Das liegt auch an der landesweiten Präferenz für klare, kulinarische Begriffe, die sich vom Alltagsdeutsch abheben.

Laut Daten von schweizerfleisch.ch stammt ein Großteil des konsumierten Pouletfleischs aus heimischer Produktion. Die Schweizer achten dabei nicht nur auf Herkunft, sondern auch auf Haltung und Tierwohl. Poulet wird hierzulande oft als leichtes, gesundes Fleisch geschätzt – sei es an der Grillparty, im Salat oder als klassisches Schnitzel.

Interessant: Auch wenn die Sprache in der Deutschschweiz dominiert, hat sich „Poulet“ dank des französischen Einflusses fest etabliert. In der Romandie sagt man natürlich ebenfalls „poulet“, nur eben auf Französisch ausgesprochen. So verbindet der Begriff nicht nur Regionen, sondern auch Kulturen.

Ob Poulet oder Hähnchen – am Ende landet beides oft auf dem Teller. Doch wer in der Schweiz bestellt, sollte besser nach „Poulet“ fragen, sonst könnte es verwirrende Blicke geben.

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